Tag der Archive 2026
Der Stand des Rathenower Heimatbundes e.V war am 7. März 2026 beim Tag der Archive stets von interessiertem Publikum umlagert. Foto WodtkeAlle zwei Jahre findet in Deutschland Anfang März der „Tag der Archive“ statt. An diesem Tag öffnen bundesweit zahlreiche Archive ihre Türen für interessierte Bürgerinnen und Bürger. Sie laden nicht nur zum Anschauen ihrer Bestände ein, sondern auch zum Gespräch und Gedankenaustausch mit den Archivmitarbeitern.
Das Kreisarchiv Havelland mit Sitz in Friesack nahm gemeinsam mit dem Stadtarchiv Falkensee, dem Stadtarchiv Rathenow und dem Gemeindearchiv Brieselang erstmals an dieser nationalen Aktion teil. Zu ihrer Veranstaltung hatten die Archivmitarbeiter den Heimatverein Friesack e. V., den Heimatverein Ketzin e. V., den Heimatbund Rathenow e. V. sowie die Nauener Heimatfreunde e. V. in die Mensa des Oberstufenzentrums (OSZ) in Friesack eingeladen.
Quelle: intern /
Autor: Wodtke
Modifizierter Flyer zur Bewerbung der Veranstaltung in der Mensa des OSZ im havelländischen Friesack. Collage Wodtke
Historische Schätze und lebendige Präsentationen
Vor Ort präsentierten Archive und Vereine den rund 80 Besuchern einen Querschnitt aus ihrem lokalhistorischen Schaffen. Postkarten, Broschüren, Dokumente und persönliche Erinnerungen trugen zu einer besonders lebendigen Atmosphäre bei.
Eröffnet wurde die rund vierstündige Veranstaltung durch Michael Koch, Beigeordneter und Dezernent des Landkreises Havelland. In seiner Ansprache stellte er die Höhepunkte des Tages vor und betonte die Bedeutung einer verantwortungsvollen und zugleich modernen Archivarbeit.
Durch das weitere Programm führte Mandy Schmoor vom Kreisarchiv Havelland. In ihrer Ansprache ging sie auch auf das besondere Verhältnis zwischen Archiven und Regionalhistorikern ein.
Kooperation zwischen Archiven und Heimatforschung
Archive sind für alle, die sich mit der Geschichte ihrer Region beschäftigen, von großer Bedeutung. In ihren Beständen „schlummern“ oft wichtige Dokumente und Hinweise, die neue Erkenntnisse über die Vergangenheit unserer Heimat ermöglichen. Ohne die sorgfältige Arbeit der Archive würden viele dieser wertvollen Quellen verloren gehen.
Gleichzeitig sind die Archive auf engagierte Heimatforscher angewiesen. Diese machen ihre Forschungsergebnisse bekannt, berichten in Veröffentlichungen oder Vorträgen über historische Themen und zeigen der Öffentlichkeit, wie wichtig die Arbeit der Archive ist. Durch die enge Zusammenarbeit zwischen Archiven und Heimatforschern können immer wieder historische „Schätze“ gerettet werden. Alte Dokumente, Fotos oder persönliche Unterlagen aus privatem Besitz werden so fachgerecht gesichert und für die Forschung zugänglich gemacht – auch für zukünftige Generationen.
Ein besonderer Abschluss: Führung durch das Kreisarchiv Havelland
Zum Abschluss war die Führung durch das Kreisarchiv Havelland besonders gefragt. Unter der sachkundigen Leitung der Archivare Anja Sachs und Stefan Nitsche bot sich den Geschichtsfreunden eine seltene Gelegenheit, das sonst eher verschlossene Archiv selbst kennenzulernen.
Die große Resonanz auf die Veranstaltung zeigte, wie groß das Interesse an der Geschichte der eigenen Heimat ist. Viele Besucher nutzten die Gelegenheit zum Austausch mit Archivaren und Heimatforschern. Der Tag der Archive machte damit deutlich, dass Archive wichtige Bewahrer des regionalen Gedächtnisses sind und einen bedeutenden Beitrag zum Erhalt unseres kulturellen Erbes leisten.
Presseartikel aus dem Brandenburger Wochenblatt vom 14. März 2026