Ausstellung "Komm, spiel mit mir" - DDR-Spielzeug im Kreismuseum Jerichower Land
Im Museum in Genthin haben Besucher bis zum 25. Oktober 2026 die Gelegenheit eine faszinierende Reise in die Welt des DDR-Spielzeugs zu unternehmen. Mehr Infos hier
Geschichtsforschung ohne Grenzen
.Ein renommierter Militärhistoriker der Hawaiʻi Pacific University erforscht das Kriegsende 1945 in Brandenburg und sucht dabei die Zusammenarbeit mit dem Rathenower Heimatbund e.V.. Aufbauend auf langjährigen regionalgeschichtlichen Forschungen eröffnet der wissenschaftliche Austausch neue Möglichkeiten, die letzten Kriegstage in und um Rathenow auch aus amerikanischer Sicht zu untersuchen.
Quelle: Intern /
Autor: Wodtke
Historische Forschung verbindet Rathenow und Honolulu
Mit Professor Dr. Russell A. Hart von der Hawaiʻi Pacific University in Honolulu hat sich ein renommierter amerikanischer Militärhistoriker an den Rathenower Heimatbund e.V. gewandt, um mehr über die Kämpfe in und um Rathenow Ende April und Anfang Mai 1945 zu erfahren. Dass sich ein Wissenschaftler auf der anderen Seite der Erde intensiv mit der Geschichte des westlichen Havellands und des Elb-Havel-Winkels beschäftigt, ist außergewöhnlich und unterstreicht die internationale Bedeutung regionalgeschichtlicher Forschung.
Gegenwärtig arbeitet Professor Hart an einem Buch über das Ende des Zweiten Weltkriegs in der Mark Brandenburg. Ein eigenes Kapitel soll den Kämpfen in und um Rathenow gewidmet werden. Auf Empfehlung des Kreis- und Verwaltungsarchivs des Landkreises Havelland wandte sich der US-Historiker an den Rathenower Heimatbund mit der Bitte um weiterführende Informationen und den fachlichen Austausch.
Der Heimatbund als kompetenter Forschungspartner
Dem Rathenower Heimatbund e.V. ist es in den vergangenen Jahren gelungen, zahlreiche historische Zusammenhänge nicht nur anhand deutschsprachiger Zeitzeugenberichte und privater Dokumente zu rekonstruieren, sondern auch die Perspektive ehemaliger Soldaten der Roten Armee in die Forschungen einzubeziehen. Mit Unterstützung eines polnischen Geschichtsfreundes konnte darüber hinaus der Vormarsch der Verbände der 1. Polnischen Armee durch das westliche Havelland und den Elb-Havel-Winkel detailliert nachvollzogen werden. Auf diese Weise gelang es, einen weiteren wichtigen Baustein der regionalen Kriegsgeschichte wissenschaftlich zu dokumentieren.
Neue Perspektiven durch amerikanische Quelle
Der Kontakt zur Hawaiʻi Pacific University eröffnet nun möglicherweise eine weitere, bislang kaum erschlossene Forschungsperspektive. Er könnte Einblicke in die Erinnerungen und Berichte US-amerikanischer Soldaten ermöglichen, die das Kriegsende im April 1945 an der Elbe bei Tangermünde erlebten. Dadurch besteht die Chance, die letzten Kriegstage in der Region erstmals auch aus amerikanischer Sicht zu beleuchten und das bisherige historische Gesamtbild, um eine weitere internationale Perspektive zu ergänzen.